Anna aus Sydney

Hallo liebes Hausch und Partner Team,
Mir geht es sehr gut hier, auch wenn mich gestern die erste Heimwehwelle überrollt hat.
Die Tage sind immer unterschiedlich. Manchmal erwartet man gar nix und freut sich dann voll, weil man mit vielen Australiern gesprochen hat und das Gefühl hat, heute einen großen Schritt gemacht zu haben. Und manchmal hofft man, dass alles viel schneller geht und man schon voll in den Gruppen drinne ist.
Aber man merkt halt, dass die Australier hier ihr eingespieltes Leben haben und auch Internationals nicht unbekannt sind und deshalb nicht jeder direkt zu einem kam und mega offen war.
Aber mittlerweile kennt man die Abläufe, die Lehrer und hat auch schon gemerkt, wer nett ist und mit wem man gerne befreundet sein möchte.
Dass man dem Ganzen Zeit lassen muss, sagt einem natürlich irgendwie jeder, aber es stimmt halt auch.
Ich kann gar nicht glauben, dass ich jetzt schon drei Wochen hier bin, und ich freue mich schon, nach Hause zu kommen und bei meinen Freunden zu sein, meinen Hund zu kuscheln und gemeinsam mit meiner Familie zu Abend zu essen, einfach diese Menschen um mich herum zu haben.
Aber andererseits kann ich auch nicht glauben, wie schnell die Zeit vergeht, und möchte, dass dieses Auslandsjahr nicht endet, weil ich noch so viel erleben möchte.
Ich habe auch schon viel gemacht. Wir gehen oft nach der Schule oder abends am Wochenende an den Strand mit den anderen Internationals, haben schon das Feuerwerk beim Darling Harbour gesehen, waren shoppen, ich war schon in zwei National Parks wandern und habe einen Coastal Walk gemacht. Und ganz wichtig: Wir essen gaaanz viel Yo-Chi!!
Und richtig cool: Ich war auch schon surfen. Das kann ich nämlich 7 Wochen von der Schule aus machen, bis ich ein Senior bin, und dann im Sommer kümmere ich mich alleine darum.
Es ist manchmal ein bisschen schwer, hier in irgendwelche Clubs reinzukommen, und auch so Hobbys, wie wir sie in Deutschland haben, sind schwieriger zu finden.
Zum Beispiel würde ich gerne Volleyball oder Rugby spielen, aber es gibt nicht so viele Angebote und alle sagen, dass mehr im Sommer los ist. Deshalb muss man in solchen Punkten einfach ein bisschen warten.
Aber wir haben bald einen Prom von der Schule und fahren 3 Tage in ein Camp, darauf freue ich mich schon sehr!
Meine Gasteltern sind auch sehr lieb und mittlerweile hat man auch schon offen über verschiedene Themen geredet, aber sie sind halt auch ganz anders als meine laute, offene Familie. Ich bin ein Familienmensch und Zeit zusammen ist sehr wichtig.
Meine Gasteltern arbeiten aber meistens bis 17 Uhr, kochen dann und abends wird noch ein bisschen ferngesehen, aber es ist halt alles ein bisschen distanzierter.
Aber das Essen ist lecker und ich fühle mich wohl in dem Haus und meinem Zimmer.
Das Haus ist jedoch ein bisschen außerhalb, wir brauchen über eine Stunde zur Schule und da das meiste halt hier drumherum, so am Strand in der Nähe meiner Schule, passiert, auch zu allem anderen.
Das ist ein bisschen schade, da es das Rausgehen erschwert, weil man sich immer überlegen muss, ob man jetzt abends noch mal den Weg auf sich nehmen möchte, um die anderen zu sehen, aber dann pro Tag über 4 Stunden im Bus und Zug saß.
Ich habe außerdem eine brasilianische Gastschwester, die auch auf meine Schule geht. Ich glaube, ein Double Placement ist das Beste, was einem passieren kann, weil man einfach die Chance bekommt, eine andere Person hier wirklich kennenzulernen.
Wir fahren meistens überall so zur Schule und abends zusammen hin, was es natürlich auch leichter macht, aber wir verstehen uns wirklich gut, quatschen viel und schauen abends zusammen Filme und machen uns Snacks.
Ich bin wirklich dankbar, dass ich die Chance habe, dieses Auslandsjahr zu machen, und bin schon so gespannt, was ich noch alles erleben werde!
Liebe Grüße
Anna aus Sydney
Anna, 16 Jahre, seit Juli 2026 in Sydney