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Stimmungsbericht von Vanessa

Bei einem Austausch geht es ums Lernen. Nicht nur die Art von Lernen, die wir in der Schule anwenden, sondern um 100 Verschiedene. Es geht darum zu lernen wie man zuhört, wie man spricht, wie man denkt.

 

4. und letzter Stimmungsbericht von Vanessa

Lernen wer deine Freunde sind, wer du bist und wer die Art von Mensch ist, die man gerne als Freunde hätte. Man lernt Anderen zu vertrauen, und vor allem sich selbst. Es geht darum zu lernen, was einem wirklich wichtig im Leben ist, und was einem auf gut deutsch gesagt am Arsch vorbei geht.

Beim Austausch geht es darum zu lernen wie man toleriert, annimmt, akzeptiert und liebt. Es geht darum zu lernen, dass Mama und Papa nicht immer die richtigen Antworten haben, und manchmal eben doch. Zu lernen, dass der kleine, nervige Bruder, vielleicht doch kein kleiner ,nerviger Bruder mehr ist - und das ist ziemlich hart. Man lernt, dass ein Kuss nicht nur ein Kuss ist, weil er manchmal mehr bedeutet, und manchmal weniger. Man lernt zu gewinnen, zu verlieren, etwas zu beenden, und etwas Neues zu beginnen.

Man lernt, dass selbst wenn man Letzter wird, man trotzdem noch stolz sein kann, und wenn man Erster wird, dann erstrecht. Man lernt sich selber einzugestehen, dass man mehr hätte geben können und man lernt zu verstehen, dass manche Dinge einfach nicht sein sollen. Bei einem Austausch lernt man, dass Partys nicht immer bedeuten, dass man Spaß hat und das Einsamkeit nicht in einer großen Masse untergeht. Man lernt gezwungenermaßen, dass es gar nicht so schlimm ist, an einem Freitag- oder Samstagabend alleine Zuhause zu sitzen und dass eine große Gruppe in der Schule nicht bedeutet, dass man viele Freunde hat. Man lernt, zu beobachten und manchmal den Mund zu halten.

Man lernt Koffer zu packen, ohne dass Mama vorher die Unterhosen zählt und man lernt irgendwann schmerzlich, warum sie das getan hat (Nicht, dass mir das passiert ist). Es geht darum zu lernen, dass manche Menschen einen um einiges mehr lieben und schätzen als man sich je vorgestellt hat, und dass es die eigene Verantwortung ist, ihnen beizubringen, wie sehr man diese Liebe erwidert. Man lernt Andere zum lächeln zu bringen, sie zu motivieren, ihnen Mut zu machen, sie zu unterstützen und man lernt das Alles auch für sich selber zu tun.

Man lernt Menschen so sehr zu vermissen, das es wehtut und man lernt so einfach loszulassen, dass man von sich selbst überrascht ist. Bei einem Austausch geht es ums lernen. Lernen zu leben.

+ + + + + + + + + + Hallo ihr Lieben, nicht mehr viel Zeit bis ich euch wieder mit meiner Anwesenheit beglücken darf. Die Zeit ist so rasend schnell vergangen, ich kann das nicht annähernd in Worte fassen. Klar, das kommt immer. Die Leute die im Ausland waren, kommen mit ihrer Klugscheißerei. "Noch nie haben sich 6/12 Monate so schnell angefühlt", "Es fühlt sich an als wäre ich gestern erst losgefahren"… Immer die gleiche Leier, und trotzdem so, so wahr! Ich weiß nicht, wie ich meine letzten Wochen in Worte fassen soll, also werd ich mich auf noch ein kitschig, klischeehaften Satz verlassen: Bilder sagen mehr als tausend Worte. Alles Liebe aus Neuseeland, Vanessa

PS: Anregung und 'Inspiration' zum ersten Teil der Email

Letzte Änderung am Samstag, 07 Dezember 2013 20:32
Redakteur

Gesellschafterin von Hausch & Partner - Leiterin des Bereichs High Schools Down Under

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