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Wie ich im Ausland die Corona-Krise erlebe!

Liv in Kanada! Quarantäne geschafft!

Die ersten zwei Tage mit Schule sind geschafft. Am ersten Tag habe ich mich wirklich verloren gefühlt. In meinem Kurs sind zwar alle nett, aber sonderlich viel redet keiner miteinander.




Die ersten beiden Schultage
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Es gibt einige Gruppen, aber auch einige Leute die einfach nur alleine sitzen und nicht reden. Dadurch fällt es mir ein wenig schwer, Anschluss zu finden.

Gestern habe ich abends bemerkt, wie sehr ich eigentlich meine Freunde und Familie in Deutschland vermisse und hatte ziemliches Heimweh, was heute morgen noch da war. Aber da man sich bekanntlich ablenken soll, bin ich trotz geröteter Augen in die Schule und habe mich wieder in den Englischunterricht gesetzt. Irgendwie habe ich mich in dem Kurs erstaunlich wohl gefühlt und das obwohl ich noch keine Freunde gefunden habe. Ab und zu redet man mit den Leuten hinter, neben oder vor einem, aber mehr Interaktionen hatte ich noch nicht.
Sonst war ich heute im Lunch break bei einem Kurs außerhalb des Stundenplans: Recreational Leadership. Dort saß ich auch mehr oder weniger verloren herum, allerdings habe ich, als alle wieder gegangen sind, mich schnell einer anderen Schülerin an die Fersen gehangen und sie ein wenig über den Kurs ausgefragt. Sie war sehr nett und hat mich motiviert, in dem Kurs zu bleiben. Das hat mich wirklich sehr gefreut!

Nach der Schule habe ich mich mit drei anderen Jungs aus dem International Program getroffen. Zwei sind über den Sommer in Nelson geblieben und ein anderer, auch ein Deutscher, wurde erst heute aus der Quarantäne entlassen. Uns beiden wurde ein wenig die Stadt gezeigt und die beiden anderen Jungs haben uns ein wenig geholfen, Sachen zu kaufen, die wir noch brauchen. Es war im Allgemeinen echt lustig zusammen! Da wir sowieso sehr wenige Internationals sind, bin ich wirklich froh, dass bis jetzt alle so nett sind.

Morgen kommt eine andere Schülerin aus der Quarantäne. Lustigerweise wohnt sie nur einen Block von mir entfernt und so treffen wir uns morgen nach der Schule, um gemeinsam nach Hause zu laufen. Ich war gestern zwar ein wenig unsicher, einfach da ich auf einmal um mich selbst kümmern musste (nach zwei Wochen Quarantäne war das wirklich etwas plötzlich, haha) und mir keiner wirklich geholfen hat. Aber heute habe ich bemerkt, dass mich das gar nicht so wirklich stört. Zwar ist es noch schwer für mich, die Aufgaben im Unterricht zu machen, aber ich bin ja hier, um mich zu verbessern!
Ich muss sagen, trotz der komischen Situation in meinem Kurs macht es Spaß, zur Schule zu gehen. Das hätte ich gestern und heute morgen mit meinem Heimweh gar nicht wirklich erwartet.

So, ich bin gespannt was die nächsten Tage und Wochen mit sich bringen!


Liv, LV Rogers Secondary School in Nelson (BC - Kanada)

Letzte Änderung am Mittwoch, 16 September 2020 16:58
Redakteur

Gesellschafterin von Hausch & Partner - Leiterin des Bereichs High Schools Down Under

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