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Wie ich im Ausland die Corona-Krise erlebe!

Liv in Kanada! Tag 1

Am nächsten Morgen wachte ich relativ früh auf, um 6 Uhr. Durch die Zeitverschiebung war mein Schlafrhythmus ein wenig durcheinander geraten. Ich beschloss meine Familie anzurufen und danach meinen Koffer auszuräumen. Meine Gast-Mutter und ich hatten zuvor vereinbart, dass ich ihr schreiben würde, sobald ich wach war, was ich dann auch tat. So kam es, dass wir gemeinsam draußen im Garten saßen, natürlich mit Abstand, und Kaffee tranken.




Der erste Tag in Kanada

Wir nutzten die Gelegenheit gleich um uns kennenzulernen und den Tag zu besprechen. Durch meine Quarantäne und dem Mindestabstand konnte man jedoch nicht viel planen. Irgendwann kam auch Nicole, meine Gast-Schwester, und wir hatten eine sehr nette Unterhaltung. Dadurch dass wir alle Abstand waren mussten, konnten wir uns nicht wirklich näher kennenlernen. Ich lebe jetzt die ersten zwei Wochen erstmal im Keller!

Nachdem wir den Kaffee getrunken hatten und ich mir etwas Frühstück gemacht habe (Jackie hatte mich zuvor via WhatsApp gefragt, was ich denn so esse und es mir im Keller in den Kühlschrank gestellt), habe ich mich weiterhin etwas eingerichtet. Gegen Mittag hatten wir ein kleines Lunch und ich habe bereits eine Freundin der Familie kennengelernt. Sie war sehr nett und hat mich gleich eingeladen, wenn ich aus der Quarantäne raus bin, ein paar Spaziergänge durch den Ort zu machen. Da hier alle so nett und aufgeschlossen sind, fühlt man sich gleich etwas wie zu Hause und nicht vollkommen Fehl am Platz, was ich eher erwartet hatte. Ich meine ja bloß, man kommt in ein völlig fremdes Land zu fremden Leuten und ist dann ein Teil der Familie. Ich hatte gedacht, dass es am Anfang schwierig sei, sich gut zu verständigen, zudem Englisch auch nicht meine Muttersprache ist. Das hat sich jedoch wohl alles als falsch herausgestellt.

Meine Gastfamilie ist wirklich freundlich und gibt mir das Gefühl, bereits ein bisschen zur Familie zu gehören, obwohl ich abgeschieden in Quarantäne im Keller wohne. Beim Abendessen, was wieder draußen stattfand, habe ich auch meinen Gast-Bruder Grayson kennengelernt. Die ganze Familie ist super nett und handhabt die Corona-Situation mit mir sehr gut. Da dieser Tag auch mein erster Tag in Kanada war, kam mich jemand vom Schuldistrikt besuchen. So wurden mir Informationen zur Quarantäne und zur Schule gegeben, die ich nach der Quarantäne besuchen würde. Im Allgemeinen hatte ich einen sehr schönen ersten Tag in Kanada, auch wenn ich den ganzen Tag sehr müde gewesen bin. Immerhin ist es immer +9h in Deutschland! Ich bin gespannt, was alles in der Quarantäne geschieht.

Jetzt gehe ich erstmal schlafen. Gute Nacht!


Liv, LV Rogers Secondary School in Nelson (BC - Kanada)

Letzte Änderung am Donnerstag, 03 September 2020 14:56
Redakteur

Gesellschafterin von Hausch & Partner - Leiterin des Bereichs High Schools Down Under

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